24. Januar 2019

FLL-Halbfinale: Eilenburger Schüler am Sonnabend in Eberswalde gefragt


Nächste Runde für die klugen Köpfe aus Eilenburg: MRGE kämpft am Sonnabend beim Forschungs- und Roboterwettbewerb First Lego League (FLL) in Eberswalde um den Einzug ins Finale. Im Dezember hatten sich die Schüler aus Nordsachsen mit dem Sieg im regionalen Vorausscheid dafür qualifiziert.

 

Hugo (11), Niklas (13) und Valentino (12) – dieses Trio verbirgt sich hinter MRGE. Die Schüler des Martin-Rinckart-Gymnasiums Eilenburg feilen derzeit in Extra-Einheiten am „Setup“ und „Timing“ ihrer Roboter. Zweimal pro Woche treffen sich die progammierbegeisterten Jungs dafür nach dem Unterricht.

 

Die Drei gehören zu einer Gruppe von 15 bis 20 Schülern, die immer freitags in der Lego-Roboter-AG mit Lehrer Andreas Fromm tüfteln – und dabei unbewusst und spielerisch viel lernen. Der FLL-Wettbewerb gibt dem Ganzen einen „sportlichen“ Rahmen. 2019 steht er unter dem Motto „Into Orbit – Leben und Arbeiten im Weltraum“. Dabei wird sowohl auf Vorbereitung als auch auf Überraschung gesetzt. So wissen die Jungs bereits, welche Aufgaben ihre eigenständig programmierten Roboter im „Weltall“ erledigen müssen. Andererseits erhalten sie erst vor Ort eine Aufgabe, bei der viel Fantasie gefragt ist. Letztlich geht es um das Zusammenspiel von Wissen, Können, Vorstellungskraft und natürlich: Teamfähigkeit.

 

Hellauf begeistert von den aufgeweckten Schülern und ihrem bisherigen Erfolg zeigten sich Nordsachsens Landrat Kai Emanuel, Susann Langner von Profiroll, Axel Pokrant und Henry Görlitz vom Unternehmen ais und Martin Dubiel von Ebawe beim Besuch der letzten Trainingseinheit. Die Fachkräfteallianz aus Politik und Wirtschaft unterstützt mehrere Schulen, etwa mit Roboter-Baukästen, 3-D-Druckern und Knowhow. „Das ist total irre, mit welcher Begeisterung die Kinder diese Angebote annehmen und umsetzen. Ich habe heute in Eilenburg leuchtende Augen und glühende Herzen bei den Kindern und Lehrern gesehen“, beschrieb Görlitz seine Eindrücke. Dem schloss sich Landrat Emanuel an: „Wir haben in kurzer Zeit etwas wirklich Nachhaltiges aufgebaut.“  Durch die Verzahnung von Schule und regionalen Unternehmen soll dem Fachkräftemangel begegnet und zudem Interesse am Ingenieur- oder IT-Beruf geweckt werden. 

 

Bildunterschrift

Landrat Kai Emanuel nimmt mit Niklas vom Eilenburger Martin-Rinckart-Gymnasium den programmierten Lego-Rover genauer unter die Lupe.              

Foto: Landratsamt/Bley