13. Februar 2019

Landrat Emanuel erleichtert über Einigung mit Verkehrsminister Dulig


Nordsachsens Landrat Kai Emanuel (parteilos), zugleich Vorsitzender des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL), hat die Beilegung des Streits zwischen Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) und den sächsischen Landräten mit Erleichterung kommentiert: „Zum Glück hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass mit ,Basta!‘-Mentalität nichts zu erreichen ist. Endlich stehen wieder Sachthemen und nicht Strukturfragen im Mittelpunkt. Es geht um die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs. Und die wird mit dem jetzt beschlossenen Paket erreicht.“

 

Insbesondere die Erweiterung des PlusBus- und TaktBus-Netzes sei für die Erschließung des ländlichen Raumes von großer Bedeutung. Der Zuwachs an Fahrgastzahlen auf den neu geschaffenen PlusBus-Linien in Nordsachsen beweise das. Dieser liege im zweistelligen Bereich. „Außerdem können wir mit Azubi-Ticket und Schülerfreizeit-Ticket noch in diesem Jahr  attraktive, zielgruppengenaue Angebote machen, die sich mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln auch seriös darstellen lassen“, sagte Emanuel. „Ich bleibe dabei: Erst muss tatsächlich ein Bus über Land rollen, dann werden wir auch das passende Ticket dazu finden.“

 

Der ZVNL-Vorsitzende hat keine Zweifel daran, dass die Vorschläge zur Weiterentwicklung des sächsischen ÖPNV in seiner Verbandsversammlung und beim Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) breite Zustimmung finden werden. „Sie treffen schließlich genau das, was wir wollten“, sagte der Landrat. „Gern hätte ich mich dazu auch auf der Pressekonferenz geäußert. Aber so kurzfristig war es mir leider nicht möglich, alle Termine über den Haufen zu werfen und nach Chemnitz zu eilen.“