23. April 2020

Geld bewilligt: „Zukunftsstrategie 2030“ bekommt Rückenwind


Die Modernisierung der Landkreisverwaltung Nordsachsen erhält kräftigen Rückenwind: Der Freistaat unterstützt die Umsetzung des Projekts „Zukunftsstrategie 2030“ mit rund sechs Millionen Euro. Die entsprechende Bedarfszuweisung hat die Landesdirektion Sachsen heute (23.04.20) bewilligt. „Ich freue mich sehr, dass unser Modernisierungskonzept eine solide finanzielle Basis bekommt“, sagt Nordsachsens Landrat Kai Emanuel (parteilos). Auf einer Sondersitzung des Kreisausschusses am 13. Mai 2020 wird die Zukunftsstrategie nunmehr vorgestellt und mit den Kreistagsfraktionen diskutiert. „Dreh- und Angelpunkt aller Überlegungen ist und bleibt die Bürgerfreundlichkeit der Verwaltung“, so Landrat Emanuel.

 

Mit Hilfe der Bedarfszuweisung des Freistaates soll es in den nächsten Jahren gelingen, die Verwaltungsprozesse schrittweise von der analogen in die digitale Welt zu transformieren. „Wir haben durch die Einschränkungen der Corona-Krise erlebt, was mit digitalen Angeboten alles machbar ist. Allerdings mussten wir in dieser Ausnahmesituation meist ad hoc entscheiden. Die Zukunft wollen wir nun ganz bewusst gestalten - modern, leistungsfähig und bürgernah“, sagt der Landrat.

 

Ihre Zukunftsstrategie hat die Landkreisverwaltung in 21 Teilprojekte untergliedert und den vier Komplexen Bürgerservice-, Standort-, E-Government- und Personalkonzept zugeordnet.  Die Gesamtkosten dafür belaufen sich bis Ende 2025 auf rund 7,2 Millionen Euro.

 

Ab 2026 soll dann vor allem die Umsetzung eines neuen Standortkonzepts im Fokus stehen. „Denkbar ist, dass wir mit sogenannten Front Offices in der Fläche deutlich präsenter und für den Bürger besser erreichbar werden, während das verbleibende Back Office an einem Ort zentralisiert werden könnte. Aber das ist noch alles Zukunftsmusik und nicht Bestandteil der aktuellen Finanzierung“, so Kai Emanuel.