05. März 2021

Inzidenzwert fünf Tage überschritten – jetzt entscheiden die Ministerien


Der Landkreis Nordsachsen hat seit 1. März 2021 an fünf Tagen in Folge den Inzidenzwert von mehr als 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die aktuell gültige Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen schreibt für diesen Fall neben der öffentlichen Bekanntgabe vor, dass damit die Präsenzbeschulung und Kindertagesbetreuung in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt ab dem 8. März unzulässig ist. Die oberste Schulaufsichtsbehörde (Kultusministerium) könnte aber in Abstimmung mit der obersten Landesgesundheitsbehörde (Sozialministerium) eine solche Schließung abwenden.

 

Nordsachsens Landrat Kai Emanuel hatte sich mit Unterstützung der CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Christiane Schenderlein und den Bürgermeistern des Landkreises bei der Staatsregierung dafür stark gemacht, mehr Entscheidungsspielraum für ein differenzierteres Vorgehen jenseits von starren Inzidenzgrenzen zu ermöglichen. „Da sich an unseren Schulen und Kitas keine Hotspots entwickelt haben, wir aber ziemlich genau wissen, woher die erhöhten Zahlen kommen, gehe ich davon aus, dass die zuständigen Ministerien von der Schließung absehen werden. Es muss uns natürlich dann auch gelingen, in den nächsten Tagen wieder unter die Hundert zu kommen. Baumärkte und Gartencenter öffnen, Schulen und Kitas schließen – das passt jedenfalls nicht zusammen“, so Emanuel.